Vaporisator

Vaporisatoren, das klingt wie eine in ein kryptisches Wort gekleidete Kampfansage an Haushaltsbakterien, Viren und Parasiten - und erst recht der Begriff Sterilisatoren, der dasselbe meint und beliebig für die Fläschchen-Desinfektion verwendet wird. Der Markt ist lukrativ, denn er greift die Not vieler Eltern auf, sich bei der Babyhygiene nur keine Blöße zu geben. Drei grundlegende Gerätetypen zur Keimabtötung haben sich inzwischen herausgebildet, die nicht mehr oder minder effektiv sind, sondern schlicht verschiedene Nutzergruppen ansprechen.

Elektrische Dampfsterilisatoren sind für den großen Desinfektionsauftrag gedacht und inkludieren meist mehrere Flaschenhalterungen und einen Zubehörkorb für Fläschchen Sauger, Sauger Aufsätze und Schnuller, oft auch Kinderbesteck und Kleinspielzeug. Solche Großgeräte zur Keimabtötung mit gesättigtem Wasserdampf, technisch einem Eierkocher nicht unähnlich, sind sehr effektiv. Häufig werden sie auch für die keimfreie Reinigung von Pumpzubehör oder Inhalatoren gekauft und besonders von Anhängern der Multifunktionsgeräte. Denn durch ihre Dampffunktion und perforierten Einleger sind sie wie prädestiniert für das Dampfgaren kleinteiligen Gemüses. Teure Ausführungen werfen noch mehr Parameter in die Waagschale und kombinieren die Trocknung und sterile Aufbewahrung des Vaporisators mit einer Kostwärmerfunktion. Leider sind sie verhältnismäßig teuer, verbrauchen viel Platz und befreien nicht von der gründlichen Vorreinigung der Fläschchen von Milchrückständen mit Wasser und Spülmittel.

Mikrowellen-Sterilisatoren sind als energiesparende Alternative zum guten alten Auskochen auf dem Herd interessant. Außer auf Materialqualität und Verwindungssteifigkeit gilt es hier, vor allem auf die Größe des Mikrowellen-Gar Raums zu achten. Der Behälter muss nicht nur inklusive Deckel in die Mikrowelle passen, sondern auch bequem wieder entnommen werden können. Die Dampf-Desinfektionsmethode in der Mikrowelle gilt als genauso effektiv wie das Auskochen im Kochtopf, ist aber deutlich schneller und einfacher, da immer nur sehr geringe Wassermengen zu heißem Wasserdampf gekocht werden müssen, der innerhalb weniger Minuten das Gros der Keime abtötet.

Beachtet werden sollte auch die Mikrowelleneignung sämtlicher Fläschchen, Sauger und Schnuller, die man zuhause herumliegen hat. Hier geht es nicht allein um die Hitzebeständigkeit von Kunststoffflaschen (PP oder verwandte Kunststoffe), sondern auch um Metallteile. Was die sterile Aufbewahrung nach der Desinfektion betrifft, sind diese Geräte den elektrischen Vaporisatoren deutlich unterlegen, die bei geschossenem Deckel bis zu 24 Stunden keimfrei halten.